Weinregion:
Málaga (D.O.)

(ausgesprochen: Málaga - Ssierrass de málaga)

Land
Spanien
Gründung
1933
Info zur
Weinregion

In dieser kleinen D.O. Andalusiens investieren die Erzeuger auch weiterhin, um zu modernisieren und neue nach unterschiedlichen Verfahren hergestellte Qualitätsprodukte auf den Markt bringen zu können. Neben den bekannten Generoso-Weinen (Sherry und dem Sherry ähnliche Weine) gibt es inzwischen auch einige Stillweine, die sich durchaus sehen lassen können. Die Rebflächen sind auf vier Weinbaugegenden verteilt: - La Axarquía: Sie liegt östlich der Stadt Málaga in bergiger Landschaft und ist klimatisch vom nahen Mittelmeer beeinflusst. Die Hauptsorte auf den verwitternden Schieferböden dieser Gegend ist die Moscatel-Traube. In geringerem Umfang wird auch die rote Romé-Traube angebaut. - Los Montes: Sie schließen Málaga von der Landseite her ein. Schieferböden, hoch über dem Meeresspiegel und dennoch nahe an der Küste. Steile Hanglagen. Die vorwiegend angebauten Sorten sind Moscatel und Pedro Ximénez. Daneben ist auch die rote Romé-Traube vertreten. - La Zona Norte: Eine Hochebene in der Gegend von Antequera mit tiefen Böden. Hier dominiert die Pedro Ximénez, doch auch Doradilla und Lairén sind anzutreffen. - La Zona Oeste: Dieser nördlich von Málaga gelegene Landstrich grenzt an die Provinz Cádiz. Albariza-Böden. Hügelige Landschaft in unmittelbarer Nähe zum Mittelmeer. Hauptsorte ist die Moscatel. Die D.O. Málaga ist nur mit wenigen Marken auf dem spanischen Markt vertreten, die zudem fast ausschließlich von derselben Kellerei erzeugt werden. Einige andere Bodegas produzieren hauptsächlich für den Export. Die Weine dieser D.O. lassen sich in unterschiedliche Kategorien einteilen: - Likörweine: Ihr Alkoholgehalt liegt zwischen 15 und 22 Prozent vol. - Weine mit natürlicher Süße: Sie werden aus den Sorten Pedro Ximénez oder Moscatel gekeltert und erreichen ebenfalls einen Alkoholgehalt von 15 bis 22 Prozent vol. Der aus diesen Trauben gewonnene Most verfügt über einen natürlichen Zuckergehalt von 224 gr/l. - Weine mit natürlicher Süße und einige Stillweine: Die Verordnung des Kontrollrats teilt die Weine nach ihrem Alter ein: Pálido (ohne Alterung), Málaga (6-24 Monate), Noble (2-3 Jahre), Añejo (3-5 Jahre) und Trasañejo (über 5 Jahre). Mit Ausnahme der Weine „mit natürlicher Süße“ werden die Stillweine (Alkoholgehalt zwischen 10 und 15 Prozent vol.). in Málaga „Joven“ genannt, sofern sie noch keinem Alterungsprozess unterzogen wurden. Zu dieser Gruppe gehören auch die sogenannten jungen Weine und Stillweine. Erlaubt sind auch Bezeichnungen wie „Crema“ oder „Pajarete“, die sich auf süße und mittelsüße Weine beziehen. Im internationalen Handel sind eher folgende Ausdrücke bekannt: „dry“, „sweet“, „dunkel“, „brown“, etc.  

Vor 400 Jahren zählten die süßen aufgespriteten Weine aus Málaga, die weltweit als „sack“ bekannt waren, zu den teuersten Weinen der Welt. Wein wird hier schon seit dem 7 Jh. vor Chr. erzeugt. Die traditionellen Málaga-Weine haben immer noch ihre Liebhaber, doch ging die Nachfrage seit den 1980er Jahren stetig zurück. Im 19. Jh. waren die berühmtesten Málaga-Weine, die aus direkt an der Küste wachsenden Pedro Ximénez erzeugt wurden, als „Montainwines“ bekannt, weil die Berge hier steil zur Küste hin abfallen. Die typischen süßen Málaga-Dessertweine erleben heute eine regelrechte Renaissance.

Boden
An der Küste ist die Oberfläche recht unregelmäßig und die Zusammensetzung der Böden ziemlich unterschiedlich; sie sind teils mit Quarz, Glimmer und in manchen Gegenden auch stark mit Lehm durchsetzt. In La Axarquía und Montes de Málaga herrschen verwitternde Schieferböden vor und an der westlichen Küste sind vornehmlich Albariza-Böden anzutreffen.
Klima
Mediterranes Klima an der Küste und kontinentales Klima mit starken Frösten im Hinterland. Durchschnittliche Jahrestemperatur: 18,5° C. Niederschlagsmenge: 400 mm/Jahr in Küstennähe und 550 mm/Jahr im Hinterland. Durchschnittliche direkte Sonneneinstrahlung: ca. 3.000 Stunden im Jahr.
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