30.05.2009
Notiz zum Wein: Lesegut Tinto / 2007
Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung (D) - 5/2009

Lesegut macht Mut!

Foto: Andreas Fürbach
Mit der roten CuvéeLesegut Tinto 2007‹ der Pagos de Familia befasst sich in der heutigen Wochenendausgabe der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« Autor Rainer Wagner. Über Carlos Falcós Roten aus Syrah, Petit Verdot und Cabernet Sauvignon von der spanischen D.O. Dominio de Valdepusa ist dort folgendes zu lesen:

„Was macht ein gutes Weinetikett aus? Die einen wollen möglichst sachliche Informationen, die anderen lieber blumige Assoziationshilfen. Da gibt es Grafen und Typografen. Unser Wein der Woche passt zu beiden, denn Carlos Falcó alias Marqués de Griñón bringt hier einen Wein auf den Markt, der ein Hingucker im Wortsinne ist und diesen Wortsinn auch noch mit einem Kalauer untermauert. ›Lesegut‹ heißt dieser Rote, das ist zunächst nur der Fachausdruck für das, was die Pflücker bei der Ernte nach Hause bringen. Hier ist aber auch gemeint, dass handgelesenes, bestes vollreifes Traubengut, eben Gutes, eingebracht wird: Syrah (51 Prozent), Petit Verdot (27 Prozent) und Cabernet Sauvignon. Und weil man das Wort Lesen auch ganz anders lesen kann, gleicht das Etikett einer Zahlenreihe, mit der Augenärzte unsere Sehschärfe prüfen. Sollte man allerdings die Zahlen nur mehr unscharf erkennen, dann haben die 14 Prozent Alkohol ihre Wirkung getan. Nicht nur deshalb sollte man diesen opulenten, weichen und warmen Rotwein mit Bedacht genießen. Er passt wunderbar zum Essen (nicht nur zu Fleischgerichten!), ist selbst aber auch sättigend. ›Lesegut‹ steht selbstbewusst in einer Reihe von Weinen der Dominio de Valdepusa, die als erste Einzellage (Vino de Pago) den Status einer D.O. verliehen bekommen hat. Nach zehn Monaten Reifezeit in kleinen Fässern aus französischer Allier-Eiche ist das ›Lesegut‹ schon jetzt gut zu genießen. Aber wer sich ein paar Flaschen zurücklegt, tut nichts Falsches: Ein gutes Buch liest man schließlich auch gerne noch einmal …”

[af]

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